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Wallenstein
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Am Schweriner Schloss gelegen,
liegt das Restaurant ganz still.
Jeder Gast erhält den Segen,
jeder der genießen will.

Viele Jahr hat er getragen,
das Wissen der Armut ringsumher.
Des Volkes Nöte und die Plagen,
bis er sich setzte dann zur Wehr.

Zog er mit dem Kaiserheere
in das Mecklenburger Land,
das Volk befreit er von der Schwere,
der Herzogsplage mit harter Hand.

Hoch zu Ross mit Schwert und Schilde
führt er seine Kürassiere.
Ein Reiterheer, recht roh und wilde,
selbst gepanzert war’n die Tiere.

War er doch als Fürst von Sagan,
und Herzog von Friedland wohlbekannt.
Des Kaisers treue rechte Hand,
so führt er zum Siege das deutsche Land.

Dreissigjährig war der Krieg,
in dem Wallenstein geboren.
Im Kampfe bracht er viele Siege,
Kaiser und Volke fest verschworen.

Des Kaisers Lohn war Ruhm und Dank,
als Herzog von Mecklenburg ernannt.
In Güstrow er dann residierte,
von dort aus er den Krieg anführte.

Vertrieben all der Adel hier,
die Herzög’, Fürsten, auch die Grafen.
Fest hat’ er alle im Visier,
in Ruhe konnte man nun schaffen.

Von der Elbe bis zur Oder,
von der Küst’ ins tiefe Land,
Reformen bracht er immer wieder,
verbreitet Furcht dem Adelsstand.

Adel voller Neid schon planen,
seinen Tod durch Mörderhand,
dem Volke opfert er sein Leben,
der Freihe im Mecklenburger Land.

Aus den Boxen klingt Musike,
leise und doch froh beschwingt.
Jeder Gast im Augenblicke,
geniesst die Ruhe, die dort winkt.

Dieter Braunke


wallenstein2



WALLENSTEIN,

Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein

geboren am 14. September 1583
ermordet am 25. Februar 1634

Er war Herzog von Friedland, Fürst von Sagan, als Albrecht VIII. von 1628 bis 1631 Herzog zu Mecklenburg und als Generalissimus zwischen 1625 und 1634 zweimal Oberbefehlshaber der kaiserlichen Streitkräfte im 30jährigen Krieg.

Graf von Wallenstein gilt als der erfolgreichste militärische Führer des kaiserlichen Heeres und bedeutenste europäische Feldherr der ersten Hälfte des 30jährigen Krieges.

Wallenstein verstand es wie kein zweiter, die Gunst der Stunde und die Gunst des Kaisers für seine ehrgeizigen Ziele zu nutzen.

Seine politischen Ziele sind nach wie vor umstritten, da deren Formulierung nicht immer bewiesen ist und ihr Wahrheitsgehalt oft nur aus Äußerungen, Berichten und Briefen interpretiert wird, die von seinen Gegenspielern, den späteren Siegern der Geschichte, stammen.

Neben Gustav Adolf von Schweden war Wallenstein einer der genialsten Organisatoren militärischer Operationen.

Im Vergleich zu Gustav Adolf hatte Wallenstein einen augenfälligen Vorteil: er war reicher als der König von Schweden, und der deutsche Kaiser war sein Schuldner.

"Mächtige müssen zwangsläufig ihr Ende finden, wenn sie zu weit über andere hinausragen."


 
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